30
Mrz
2009

das letzte Abendbild der Winterzeit


die Morgensonne zeigt er nur vom Osten her
wer dann die Zeit im Bett verbringt, gewohnheitsschwer
die Amsel dem ins Öhrchen singt, wie spät es wär

22
Mrz
2009

Sonntag

danken
heißt
Aufwachen
aus der
Vereinigung,
Gedanken-
kleider
gestalten
den Fortlauf
in AgGression
und Anwendung
Teller
zählen
zum
Geheiß
des
Mahls

18
Mrz
2009

Das neueste Alter

'man sieht mit anderen Augen'
nein, es ist die neue Sicht
auf noch nie Dagewesenes
was keiner wissen kann
vor allem kein Jüngerer
eher noch Ältere
die aber schweigen gern
sie haben sich nach & nach
schon ausgehakt
aber jetzt das Neue
erschreckend
man könnte in Panik depressiv werden
jetzt kommt angerollt
die Leinwand 'Metaphys
des Spiegels Rückseite
hielt mich verzaubert
jetzt ist sie real
ich mach was draus
fertig, aus

22
Feb
2009

...

800px-Oahu_North_Shore_surfing_tube
und hätte ich nicht
die große, tiefe Trau rigkeit,
mein Leben wie ein Meer,
hätte mein Herz nicht
die Wellen umzuwandeln
in Heiterkeit, lachen + weinen

11
Feb
2009

im Traum ein offenes Ende -

die Bauwerke sind alt und der Muff
in den Gedankensetzungen zeugt
von ehrlichem und vergänglichem Muß

Die Getreuen, die Sorgen, sind durch die Häuser gezogen,
durch Wände vermeintlicher Hüllen der Isolation

Farben verwittern zugunsten des Nachschauers,
im lichten Gewebe aus orientierenden Fäden

wohlständiger Slums,
Bazaren und Industrieanlagen

nämlich so gut wie keine
Haltestelle auf der Durchreise ins "Ungefundene"

7
Feb
2009

Eine Reise ist eine Reise sind Reize

reizend reisen die Sinne
zum Siedepunkt des Schöpferischen

oder sie reißen an den Nerven -klick -


Aber die Reisen in 'Phönix' sind schöner
als die ''Bahnstrecken' in der ARD

1
Feb
2009

...

Die Bewegung an sich trägt alle Last leicht wie eine Feder


Malerei-Roberto-Marcello-Baldessari-1915-Licht-und-Bewegung-foto-von-rolf-in-der-EZB



Hexenschuß vs.
Mendelssohn e-moll64 mit Karoline Schulze Gewandhaus


im dreh ein nachlass

27
Jan
2009

...

Meine Intelligenz
wohnt unter niedrigen Decken

Gehe ich aus dem Haus
hält die Vernunft die Zügel

zeigen Symbole Verständnis an
Linien ziehen die Sterne in Gruppen

darüberhinaus
fügt sich was passt.

zwischen den Räumen
liegt lügt
immer gefällig
der Kittsch
meiner gefräßigen Unwissenheit
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