15
Jan
2009

Dideldijöh

mein Bärlein hat Flöh
nur meditieren ist schöner

ich war eine Landschaft im Hochgebirge, felsige Formationen und Schichten mit Moos und Geäst veränderten sich ständig
es roch nach ca. 10° Feuchtigkeit, mein Begleiter, der Steiger und Geher - es wird wohl der Atem der Adam gewesen sein -
trug schwärzliche Lederklamotten wie Harnisch,
sein Gesicht sah ich nicht,
nur seine Figur und die Vitalität an die 30.

Eh ich dahin kam, gab es andere Gebilde, es kam eine Frau entgegen, sie trug
auf dem Kopf eine viereckig goldförmige Stadt
mit blaugrauem Blähtuch gehalten am Hals
sie war jung und erwachsen -

nie war ich da, doch ich sah
die Reise
aber wenn die Gedanken sich wichtig machen,
verschwindet die Medi, weshalb
ich nur einzelnes weiß
das andere ist vorbei und war da
es war schön -
ich könnte jetzt fragen
wann und wo -
gefälscht wäre dann
der Moment in der Zeit zwischen 3 und 4 heute nacht.

10
Jan
2009

...

Ich habe zwei Menschen zur Freude
M+F

aber einer
wirkt weg von mir
R...
er kommt direkt aus dem Ich

aus der Fundstelle und Basis

am vibrierenden Draht
bogen Springer
biegen Läufer
die kurze
Etappe

26
Dez
2008

...

In tiefer Innigkeit
allein
auf weitem Meer

vom Wind getrieben
unter dem Bild der Sterne
in kühler Überlegung

unbekannt
zum Strand gebannt
die wimmelnden Gedanken

Milliarden ungezählter Fänge
zur Neige heim zur Zitadelle
zu waschen und zu wenden

25
Dez
2008

Ein Mensch

geboren, eine Zeit zu bringen
aus mondgeströmten Wassern

um mit leeren Händen
sich zu erfreun an Dingen

entwickelt sein Talent,
um die Kultur zu füllen -

verliert im Lauf der Zeit
den wahren eigenen Willen

der süß im Fluß, doch salzig
bald ins Meer will enden

21
Dez
2008

woher

die
Phantasie
s i e
mani
festiert
hast du gesehn
den Abdruck
außen

...

sind überall Verriegelungen - im Internet -, ich möchte den Kriya üben, das Einfachste von der Welt, doch dem Bewußtsein ungewohnt, bekommt man nur Weisung mündlich, aber nicht in Buchstaben,
na gut - die Zeit ist jetzt reif,
der Druck ist langgetragen, und fadenscheinig, au weiha, brüchig, das ändert viel, kann sein,
ich habe Glück so lang am Leben zu sein, im Stall des Herkules eine der zwölf Aufgaben. Die mach ich jetzt. Wohlan, nur langsam mit den Pferdchen, Zäume, Halfter lockern zum kultivierten Freigang, ach was! weg damit, hopps auf die grüne Wiese
.. der Fortgang nimmt seinen Lauf ..

18
Dez
2008

...

Die Nasenwand
so scharf -
gefroren wie
Glatteis kräuselt den Rand

Die Atemdüsen
verstocken und
dünn wie Streifen
durch heiße Flöten

Vornab
ein Rinnversuch
im Schleußenhintergrund
das trumpfe Beben

Ein Schwall steigt auf
in's Stirngebirge
ein Satz, ein dumpfes Bersten
dann lockern sich die Barrikaden

H-h-h-ppttschii!!

12
Dez
2008

...

engel-fra-angelico-1


Manchmal werde ich nachts erst richtig zufrieden und heiter,
auch heutenacht, und da gönnte ich mir noch vor dem schlafengehn einen Kaffee, und während ich so da saß am runden Tisch mit einer Kerze darauf, schaute ich in den schwarzen Himmel hinauf, die Vorhänge waren nicht zugezogen -

und siehe da - im Großen Bären glitzerte ein heller Stern.
Der bewegte sich, als wie ein Flugzeug in Richtung Landebahn, dachte ich - er war etwas länglich und kam aber flugs auf das Haus zu in dem ich wohne

es klingelte, ich machte auf, und da trat ein Engel aus dem Aufzug, er hielt etwas linkisch einen Flügel unter dem Arm, als wie eine Geige, er verbeugte sich leicht und sagte, er komme aus dem siebten Himmel, weshalb die Tragflächen seiner Flügel extra breit seien,

ich war von seiner Helligkeit so angetan, als er meinen Namen sagte, aber mit einem anderen Nachnamen, nämlich den meiner Nachbarin parterre,

"o halli hallo", er legte seine andere Hand so fast direkt auf mein Herz, daß mir flutend warm wurde, dabei raunte er,
ach Verzeihung, meine Liebe, dein Geheimnis ist das gleiche wie bei deiner Nachbarin, zum verwechseln ähnlich,
das ich aufzuhellen geschickt worden bin,

und statt mit dem Aufzug nahm er die Treppe hinab,
und hinter ihm schimmerte ein feinschwebender Staub,
und den ich nun gewiß nicht mehr entferne bis nach Weihnachten nicht.

8
Dez
2008

Zum Üben



Erinnern ist wie Saitenklang
auf altem Instrument
in Sehnen aufgezogen
schwingt eine Melodie von damals
unaufhörlich weiter
in den Zwischenstand der Zeilen
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