28
Mai
2009

...

Einst schlungen
die Arme
dann verarmte
der Kult
übrig
im Treibsand
vergessene
Dünen

26
Mai
2009

...

der Glaube spiegelt
das Blaue vom Himmel

doch in der Quelle
das seltenste Blau

erinnert manchmal
im Wiedersehn

24
Mai
2009

...

Eidechse räkelt
sich in Sonnenflut
das Bäuchlein hell
wie gut das tut

und wird zum Embryo
ein Mensch erscheint
vergeht
im Tiergewölbe
blickt
das Schemenaugentor

undunentwegt
begehtvergeht

was nicht in Last sich wiegt
in's Un verfliegt

im Gänglichen das 'Ver'
sich gibt

und gleich
das verb am veritas sich übt

14
Mai
2009

...

Mein Sesam
hat alle Freiheiten,
von seinen Rändern
füllen sich ständig
die Gebilde
der Vergänglichkeit.

10
Mai
2009

ob xenophob oder xenophil: einzeln

du kommst auf die Welt
und die Dinge sind da,
in den Atmosphären aus
Farben, Formen, Dünsten und Klängen,
du erfährst
die Beweglichkeit der Gegenstände,
in Anwesenheit des Zeitenwertes,
Angebot - Gebot - Verbot
und in allem was dir lieb ist
und was dir nicht paßt,
inclusiv Unbehagen in
Annahme und Genehmigung,
du staunst viel und lernst viel
und weißt wie es ist.

Dann gehst du arbeiten,
um was zu haben und
im Umdrehen bist du selber
der Gegenstand
im Anwesenheitszwang
mit viel Drum & Dran
außer der Freizeit und
der Freiheit natürlich.
Aber es läßt sich leben,
bloß daß dies als Rechtschaffenheit
natürlich keine Tugend ist,
die kommt erst,
wenn überhaupt,
du das Rentenalter erlebst,
wenn du dich luxuriös
von allem entledigen kannst
wonach du Verlangen hast,
im Denken, Fühlen und Haben.
Nur, bedenke die erste Heimathülle,
wer legt die schon ab.

l

1
Mai
2009

~ Zeitvertreib

Kommt eine Frau ans Meer
und fragt:
"Wie alt bist du?"
"Die Zahlen sind in deinem Leib, du Weib!"

dann kommt ein Mann
und sagt:
"Wie weit?"
"Zum greifen nah!"

28
Apr
2009

...

Wortmesser's Arbeit
im Geträge steil

mißt das Echo
vom Pro zum Contra

umrundet die Scheiben
am Horizont

was unserem Auge ein Fang
'friß oder stirb'

sind seinen Ohren
die Peanuts

16
Apr
2009

...

munchschrei

Die eigene Schaurigkeit
im Schrei gebannt

der einst die Wunde schlug
bleibt unbenannt

die Schmerzen und das Grauen sind vergangen
nur unvergänglich bleibt das Echo in den Klüften hangen

das gibt dem Standort seinen Namen
den Wand'rern die vorüberkamen

die drücken ihre Hände hütend auf die Ohren
denn selbst Medusa hatte hier den Blick verloren
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